Förderung des Landes „Soziale Beratung von Flüchtlingen“

Antrag zum KA/Kreistag am 14./15.12.2020

Sehr geehrter Herr Landrat Mario Löhr,

die Fraktion GRÜNE im Kreistag beantragt, der Kreistag möge in seiner Sitzung am 15.12.2020 beschließen,
 

  1. die Verwaltung zu beauftragen, sich kurzfristig mit den betroffenen Trägern in Verbindung zu setzen und zu erörtern, ob und inwieweit sie ihre Beratungsleistungen für Geflüchtete unter den veränderten Rahmenbedingungen in Zukunft fortsetzen können.
  2. die Landesregierung aufzufordern, gemeinsam mit den Verbänden eine qualitative Beratung von Geflüchteten auch zukünftig sicherzustellen.

Begründung:
Soziale Beratung und flüchtlingspolitischer Austausch müssen weiterhin gewährleistet werden! Mit der Neuausrichtung der Förderrichtlinie zur „Sozialen Beratung von Flüchtlingen“ durch das Flüchtlingsministerium NRW melden zahlreiche Träger, dass sie ihre Beratungsleistungen einstellen müssen. Die Absenkung der Förderhöchstbeträge ist so nicht akzeptabel, denn viele tarifgebundene Träger können ihre Arbeit in den Landesunterkünften und Kommunen für die Geflüchteten unter diesen finanziellen Voraussetzungen nicht mehr stemmen.

Die Landesregierung hat die Träger viel zu lange über die Zukunft ihrer Beratungsarbeit im Unklaren gelassen und zerstört nun mit den vollendeten Tatsachen langjährig aufgebautes Vertrauen. Gerade die Pandemiezeit, unter deren Bedingungen Geflüchtete in den Einrichtungen besonders leiden, hat gezeigt, welchen elementaren Stellenwert qualifizierte Beratungsarbeit und flüchtlingspolitische Begleitung durch die freien Träger hat.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Goldmann

 

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