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Antrag für den nächsten Ausschuss für Gesundheit am 11.09.2018 sowie Kreisausschuss / Kreistag im Oktober

Sehr geehrter Herr Landrat Makiolla,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, den folgenden Beschlussvorschlag in der Sitzung des GuV am 11.09.2018 zu beraten sowie in den Sitzungen des Kreisausschuss (08.10.2018) und des Kreistages (09.10.2018) beraten und beschließen zu lassen:

Beschlussvorschlag:

Der Landrat wird beauftragt, im Verlauf der Erstellung des Konzepts zur Vermeidung eines drohenden Hausärztemangels im Kreis Unna auch auf die vorhandenen Netzwerke zurück zu greifen und zu prüfen, wie mit deren Unterstützung

  • unter Beteiligung des Ärztenetzwerks „Gesundheitsnetz Unna“ und weiteren früh der Kontakt zu Student*Innen aufgebaut werden kann, z.B. über das Angebot   moderierter Gespräche zwischen den jungen Mediziner*innen (oder noch im Studium stehenden Interessierten) mit den vor dem Ausscheiden stehenden Hausärzt*Innen.
  • durch die WfG bei der Grundstückssuche, oder eine Beratung zu Fördergeldern, Gründung von Facharzt-Zentren… erfolgen kann.
  • und der fachlichen Kompetenz im Haus wie PM Planung und Mobilität (Bündnis für  Familie) und dem FD 51 Familie und Jugend in Fragen der Kinderbetreuung weitere Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf vermittelt werden können.

Begründung:

In einer bundesweiten Befragung aller Medizinstudentinnen, durchgeführt und betreut von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V., der Universität Trier sowie dem Medizinischen Fakultätentag wurden u.a. für die Niederlassung als Hausarzt folgende Voraussetzungen genannt:

In der Studie wurde als ein sehr wichtiges Argument die Vereinbarkeit von Familie und Beruf angesehen.
Gesicherte Kinderbetreuung, gute Schulen, Einkaufs-, Freizeit- und Kulturangebote sind zudem die Rahmenbedingung, die stimmen müssen und die der Kreis beeinflussen kann.

Allein ein gutes Einkommen, geregelte und flexible Arbeitszeiten und Einkommenssicherheit waren nicht ausreichend, um künftige Ärztinnen und Ärzte für ländliche Regionen zu gewinnen.

Weitere Ergebnisse der Studie waren überraschend: wie z.B. die Erkenntnis, dass im Studium selber die angehenden Ärztinnen und Ärzte kaum Kenntnisse über die Anforderungen und den Alltag eines Hausarztes erlangen. Hier sind ausbildungsseitig die Seminar-Inhalte anzupassen.

Kreisseitig könnten aber über die schon vorhandenen Netzwerke Beratungen erfolgen und Kontakte zu interessierten Studierenden aufgebaut werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Goldmann

(Fraktionsvorsitzender)