Grüne Kreistagsfraktion: Ärgerliche Genehmigung – offener Dialog zu „Integration ohne Leitkultur“ mit Fragezeichen

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Zum Auftritt von AfD-Politikerinnen in Opherdicke

Die Kreistagsfraktion der BÜNDNISGRÜNEN nahm am Wochenende die Genehmigung einer  Veranstaltung der AfD mit Sorge und Ärger zur Kenntnis.

„In der einen Woche eröffnen wir im Kreistag vertretenen Fraktionen gemeinsam mit einer Überlebenden des Holocausts eindrucksvoll das Jahr der Demokratie, um kurze Zeit später einer Partei, die rassistische und menschenverachtende Politik macht, unser „Wohnzimmer“ Haus Opherdicke zur Verfügung zu stellen?“, fragt irritiert Herbert Goldmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion.

Natürlich: Demokratie muss viel aushalten – und grünes Grundverständnis beinhaltet selbstverständlich inhaltlich fundierte Diskussionen mit anders Denkenden.

Aber nicht allein der Ort ist mit großen Fragezeichen besetzt: das kreiseigene Gut – eine der tragenden Säulen erfolgreicher Kulturarbeit im Kreis Unna – darf einer Partei, die in einigen Gliederungen begründet als Prüffall des Verfassungsschutzes eingestuft wird, nicht zur Bühne werden. Mit einem Thema, dass aus sich heraus schon großes Potenzial hat, Aggressionen zu schüren. Es darf auch nicht übersehen werden, dass sich ganz in der Nähe ein Flüchtlingsheim befindet. 

„Wir glauben, dass es an den demokratischen Parteien ist, zusammen zu stehen und jedwedem Extremismus Einhalt zu gebieten, aber keine Bühne zu geben!“, so Herbert Goldmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion.

„Wir werden die Nutzungsordnung des Kultur- und Begegnungszentrums und deren Einhaltung eingehend überprüfen.“